31. Aug. 2026
Angetrieben vom Wachstum der letzten Jahre setzt die Energie Ausserschwyz AG den Ausbau ihres Fernwärmenetzes weiter fort. Wie geplant wird deshalb die Kapitalbasis gestärkt, um die nächsten Ausbauschritte gezielt und nachhaltig voranzutreiben. Per 1. September hat die EW Höfe zudem das Personal der Energie Ausserschwyz und damit den operativen Betrieb übernommen.
Nachdem der Bezirk Höfe im vergangenen Jahr entschieden hatte, keine zusätzlichen finanziellen Mittel für einen beschleunigten Netzausbau bereitzustellen, haben die EW Höfe und die Energie Ausserschwyz die wirtschaftlichen Möglichkeiten für das weitere Vorgehen geprüft. Als Fazit hat die EW Höfe CHF 22,5 Mio. zusätzliches Kapital aus eigenen Mitteln eingebracht, die Energiegenossenschaft Ausserschwyz CHF 0,25 Mio.
Mit den zusätzlichen CHF 22,75 Mio. Eigenkapital ist die Grundlage für die weiteren Investitionen ins Fernwärmenetz geschaffen. Der Aktienanteil der EW Höfe an der Energie Ausserschwyz steigt damit von 75 auf rund 83 Prozent.
Per 1. September haben alle Mitarbeitenden in den neu geschaffenen Geschäftsbereich Fernwärme der EW Höfe gewechselt. Arne Kähler, Vorsitzender der Geschäftsleitung der EW Höfe: «Fernwärme ist für uns strategisch wichtig. Sie wird zunehmend Gas und Heizöl im Wärmebereich ablösen. Mit dem neuen Geschäftsbereich bündeln wir die Kräfte für den weiteren Netzausbau und können die Synergien zwischen den beiden Unternehmen besser nutzen.»
Das Holzheizkraftwerk der Energie Ausserschwyz in Galgenen produziert erneuerbaren Strom, der vollständig an die EW Höfe geliefert wird und rund 20 Prozent der Höfner Grundversorgung abdeckt. Gerade in den Wintermonaten ist dies ein wichtiger Beitrag zur regionalen Versorgungssicherheit und zu wettbewerbsfähigen Preisen.
«Die Energie Ausserschwyz ist Teil unserer langfristigen und stabilen Beschaffungsstrategie, die wir seit Jahren verfolgen. Nicht zuletzt deshalb können die Höfner Kundinnen und Kunden von einer Stromtarifreduktion um knapp 10 Prozent ab 2027 profitieren», so Arne Kähler.
Die Energie Ausserschwyz AG hat sich in den vergangenen Jahren planmässig entwickelt: 2025 wurde der Wärmeabsatz gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. «Fernwärme ermöglicht eine einheimische und umweltfreundliche Wärmeversorgung und schafft damit langfristige Stabilität – gerade in einem Umfeld mit geopolitischen Unsicherheiten und volatilen Energiemärkten», sagt der Geschäftsleiter der Energie Ausserschwyz AG und neue Leiter des Geschäftsbereichs Fernwärme bei der EW Höfe AG, Urs Rhyner. «Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie stark die Energieversorgung von internationalen Entwicklungen beeinflusst wird. Mit regional produzierter Wärme leisten wir einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren und unabhängigen Energieversorgung.»
Die gestärkte Kapitalbasis der Energie Ausserschwyz ermöglicht, das bestehende Fernwärmenetz in Galgenen, Lachen, Altendorf und Pfäffikon weiter zu verdichten und zusätzliche Liegenschaften sowie neue Arealentwicklungen anzuschliessen. Für den zeitnahen Ausbau in Richtung Wollerau prüft die Energie Ausserschwyz zudem eine eigenständige Heizzentrale.
Der Autor
A. Kähler
Vorsitzender der Geschäftsleitung
Ich setze mich für Nachhaltigkeit in wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Hinsicht ein.