Nachhaltigkeit: Handlungsfelder und umgesetzte Massnahmen

Ressourcen schonend und umsichtig einzusetzen und Entscheidungen verantwortungsbewusst zu fällen, kennzeichnen seit jeher das Handeln der EW Höfe AG. In den vergangenen Jahren wurden im Rahmen verschiedener Handlungsfelder zusätzlich nachhaltigkeitsfördernde Massnahmen festgelegt und umgesetzt. Diese Massnahmen orientieren sich an den strategischen Zielen des Unternehmens, die vom Verwaltungsrat regelmässig auf die aktuelle Situation hin überprüft und angepasst werden. Um ein umfassendes Bild über Leistung und Wirkung der EW Höfe zu vermitteln, veröffentlicht sie neben den Ergebnissen zum Geschäftsjahr hiermit auch eine Berichterstattung zu ihren Nachhaltigkeitsbemühungen.

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Erneuerbare Energien

Die EW Höfe leistet aktiv einen Beitrag zur Energiewende, forciert den effizienten Einsatz der Energie und setzt auf den Ausbau der erneuerbaren und regionalen Stromproduktion. Seit 2015 besteht der Strommix in der Grundversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien, die aus Schweizer Produktion stammt. Die eigenen Wasserkraftwerke wurden in den vergangenen Jahren saniert, damit auch weiterhin zuverlässig lokaler Strom aus erneuerbarer Energie produziert werden kann. Mit langfristigen Vereinbarungen werden in den kommenden Jahren wesentliche Strommengen aus Kraftwerken am Wägitaler- und Sihlsee bezogen. Auf vielen Dächern der Region errichtete Solaranlagen tragen ebenso zu einer ausgeglichenen nachhaltigen Stromproduktion bei.

Die EW Höfe beteiligt sich bei der Energie Ausserschwyz AG als Hauptaktionärin. Das Unternehmen wird ab 2021 Wärme und Strom aus Alt- und Frischholz produzieren. Es wird das erste Gross-Fernwärmenetz in der Region Höfe und March sein. Die EW Höfe nutzt die Chance, in den CO2-neutralen regionalen Wärmemarkt einzusteigen und eine zuverlässige und nachhaltige Alternative zu fossilen Energieträgern anzubieten.

Innovative Projekte

Eine moderne Glasfaserinfrastruktur ist für den Bezirk Höfe als innovativen und fortschrittlichen Wirtschaftsstandort von zentraler Bedeutung. Sie erhöht zudem den Komfort und Versorgungsstandard der Einwohnerinnen und Einwohner. Nach knapp vier Jahren Bauzeit hat die EW Höfe 2020 den gesamten Bezirk mit einem nahezu flächendeckenden Glasfasernetz FTTH (Fiber to the Home) erschlossen. So ermöglicht sie der Bevölkerung dank schnellstem Internet, digitalem Fernsehen und digitaler Telefonie den Anschluss an die Kommunikationstechnologien der Zukunft.

Die Digitalisierung wird die Energiebranche massgeblich verändern. Smart Home, Smart City, Smart Metering und Smart Grid verlangen eine Anpassung des heutigen Geschäftsmodells. Deshalb engagiert sich die EW Höfe zusammen mit Partnern am Projekt «Smart Höfe». Mit dem Smart City Tower in Pfäffikon konnte bereits ein erstes Pilotprojekt realisiert werden. Die EW Höfe vernetzt ihre Infrastruktur immer stärker und digitalisiert die internen Prozesse und Abläufe, wovon auch Kundinnen und Kunden profitieren.

Im Jahr 2019 startete die EW Höfe mit dem Ersatz von rund 17’000 herkömmlichen Stromzählern durch Smart Meter. Dies ist nötig, um die gesetzlichen Vorgaben an ein intelligentes Verteilnetz zu erfüllen. Die EW Höfe ist das erste Energieversorgungsunternehmen in der Schweiz, das die Kommunikationsanbindung der Smart Meter flächendeckend über Glasfasern realisiert. Damit sollen die gemessenen Daten zu Störungen, Netzqualität, Belastung und andere wichtige Informationen zeitnah automatisiert ausgewertet, dargestellt und für die Laststeuerung eingesetzt werden.

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Unternehmensgebäude und Fahrzeuge

Zum Energieverbrauch der Gebäude zählen der Wärme- und Stromverbrauch des Verwaltungs- und Betriebsgebäudes in Freienbach sowie der drei zusätzlichen POP-Standorte für den Betrieb des Glasfasernetzes. Der Gesamtstromverbrauch wird zu 100 Prozent aus erneuerbarer, regionaler Stromproduktion (90% Wasserstrom regional, 10% Solar regional) gedeckt.

Der Energieverbrauch im Verwaltungs- und Betriebsgebäude wurde durch verschiedene Effizienzmassnahmen kontinuierlich verbessert. Dazu zählen der Betrieb von zwei Solaranlagen auf den Dächern, die Nutzung eines Mini-Blockheizkraftwerks, den Einbau eines Wärmepumpenboilers sowie der Einsatz eines Verbrauchsmonitorings mit Einbindung von Smart Metern. Auch wird die Tiefgarage laufend mit weiteren E-Ladestationen für E-Fahrzeuge ausgebaut. Benzin- und Dieselfahrzeuge werden wo immer möglich durch E-Fahrzeuge ersetzt. So gehören zum aktuellen Zeitpunkt bereits acht E-Fahrzeuge zur Flotte.

Energiedienstleistungen

Seit mehreren Jahren bietet die EW Höfe erfolgreich Solaranlagen an. Dabei übernimmt sie Planung, Beantragung von Fördermitteln, Installation und Inbetriebnahme sowie den Unterhalt der Anlagen. Bereits über 150 Solaranlagen konnten realisiert werden. Für die Anlage auf dem Bergrestaurant Etzel-Kulm hat die EW Höfe beim Schweizer Solarpreis 2016 in der Kategorie «Gebäudesanierungen» eine Auszeichnung erhalten. Optimal ist die Kombination von Solaranlage mit einem Batteriespeicher. Auch hierfür bietet die EW Höfe Lösungen an, um auch ihre Kundinnen und Kunden bei deren Nachhaltigkeitsbemühungen zu unterstützen.

Die kontinuierlich steigende Nachfrage nach E-Ladestationen stellt besonders in Tiefgaragen mit vielen Parkplätzen eine Herausforderung dar. Mit den intelligenten Ladelösungen der EW Höfe kann die bestehende Anschlussleistung optimal für das Laden von E-Autos genutzt werden. Zudem sind die Systeme modular aufgebaut und können um zusätzliche Ladestationen erweitert werden. Weitere Informationen zu den Energiedienstleistungen der EW Höfe sind hier zu finden.

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Förderprogramme

Die EW Höfe fördert den Ausbau von erneuerbaren Energien, indem sie Übergangsförderungen zur Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) und Rückliefertarife für Stromproduzenten von Solaranlagen und Kleinwasserkraftwerken anbietet. Derzeit werden 35 Anlagen mit einer Produktion von rund 1 GWh unterstützt.

Zusätzlich werden über den Höfner Fonds für erneuerbare Energien im ganzen Bezirk gezielt Projekte für Energieeffizienz und erneuerbare Energien finanziell mit jährlich 100’000 Franken unterstützt (Link zum Höfner Fonds). Die Fondskommission setzt sich je aus einem Vertreter der EW Höfe sowie der Gemeinden Freienbach, Wollerau und Feusisberg zusammen.

Mitarbeitende

Die EW Höfe strebt an, zu den attraktivsten Arbeitgebern in der Region zu gehören und die Diversität im Unternehmen zu steigern. So sollen neue Talente gewonnen werden und bestehende Mitarbeitende ihr volles Potenzial entfalten. Der Frauenanteil im Unternehmen beträgt derzeit 23 Prozent, wobei der Anteil Frauen in Führungspositionen bei 22 Prozent liegt. Dem Wunsch nach flexiblen und familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen entspricht die EW Höfe mit Möglichkeiten für Teilzeitbeschäftigung und Homeoffice.

Zufriedene und gesunde Mitarbeitende tragen viel zum Erfolg eines Unternehmens bei. Sie sind engagiert, motiviert und bringen neue Ideen ein. Mit verschiedenen Programmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung will die EW Höfe das Wohlbefinden und auch die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden steigern. Die Mitarbeitenden können dazu Angebote zur Vorsorge, Bewegung und Entspannung wie Grippeschutzimpfungen, Sporttrainings, TCS-Fahrtrainings und individuelle Weiterbildungen nutzen.
Die EW Höfe sieht ihre Mitarbeitenden als Garanten für den langfristigen Erfolg des Unternehmens. Dies bedingt zum einen die erfolgreiche Rekrutierung von qualifizierten Arbeitskräften, zum anderen auch die Weiterbeschäftigung der eigenen Lehrabgänger. Die EW Höfe bildet derzeit elf Lernende in den Berufen Netzelektriker, Elektroinstallateur und Kaufmann/-frau aus.

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Arbeitssicherheit

Die EW Höfe hat sich zum Ziel gesetzt, punkto Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung als Arbeitgeberin Vorbild zu sein. Regelmässige Aus- und Weiterbildungen sorgen für ein sicherheitsgerechtes Verhalten der Mitarbeitenden. Erfolgskontrollen und eine stetige Überwachung gewährleisten die Einhaltung der Arbeitsschutzvorgaben. So konnte innerhalb weniger Jahre die Anzahl Unfälle deutlich reduziert werden, was in der Folge die Ausfälle um 92 Prozent verringerte.