Im Sommer nahezu energieautark

Die Kombination von Solaranlage mit einem Stromspeicher und einer E-Ladestation optimiert die Eigenbedarfsdeckung und in Sommermonaten kann nahezu vollständige Energieautarkie erreicht werden. Josef Kälin aus Schindellegi hat sich einen solchen Energiekreislauf mit Unterstützung der EW Höfe AG ins Haus geholt.

Wenn man über den Kauf einer Solaranlage nachdenkt, ist es sinnvoll, einen Solarstromspeicher in die Planung mit einzubeziehen. Solaranlagen ohne Speicher produzieren Solarstrom, der sofort genutzt werden muss. Der meiste Strom wird jedoch meist zu Zeiten produziert, zu denen der Strombedarf relativ gering ist. Hingegen ist die Stromproduktion gering, wenn der Bedarf – meist abends – gross ist. Der Stromspeicher hebt dieses Ungleichgewicht auf. Für Interessenten, die zudem ein E-Auto besitzen, ist die Kombination von Solaranlage, Stromspeicher und E-Ladestation die nachhaltigste Lösung. Josef Kälin aus Schindellegi hat sich für einen solchen Energiekreislauf für sein Einfamilienhaus entschieden. Seit Juli 2020 ist er Produzent und Verbraucher seines eigenen Solarstroms. Ausschlaggebend für seinen Entscheid war die Anschaffung eines E-Fahrzeugs. «Wenn ich schon ein E-Auto habe, dann produziere ich doch gleich auch meinen eigenen Strom. Es war auch von Anfang an klar, dass nur eine Solaranlage in Kombination mit Speicher in Frage kam, damit ich den grösstmöglichen Nutzen daraus ziehen kann», so seine Überlegungen. Vom Angebot der EW Höfe wusste er, da er als Mitglied der Kommission des EW Schindellegi immer wieder auch mit der Höfner Energieversorgerin zu tun hatte. «Ich liess mir eine Offerte sowie eine Machbarkeits- und Bedarfsanalyse ausarbeiten und die Beratung und Begleitung seitens der EW Höfe waren sehr zufriedenstellend und professionell.»

Bei Sonne: nahezu energieautark

Wie weit sich ein Haushalt durch eigenen Solarstrom mit Speicher autark versorgen kann, hängt von der Planung und Auslegung der Solaranlage in Verbindung mit dem Speicher ab. «Wenn sich jemand danach richtet, alle Geräte und Anlagen tagsüber laufen oder laden zu lassen, wenn der Strom erzeugt wird, kann er bei Sonnenschein den gesamten Strombedarf mit seinem eigenen Strom vom Hausdach abdecken», sagt Ibrahim Kürtoglu, Stv. Leiter Elektroinstallation bei der EW Höfe. «Dass die Geräte tagsüber laufen oder laden, kann entsprechend programmiert werden. Wir übernehmen das gerne auch für unsere Kunden.»

Die Speicherkapazität des E3DC-S10-Hauskraftwerks ist so ausgelegt, dass der Haushalt möglichst vom Abend bis zum nächsten Morgen mit Strom aus dem Speicher versorgt werden kann. Ist die Batterie vorzeitig leer oder entsteht zwischendurch ein erhöhter Bedarf im Haushalt, wird zusätzlich auf Netzstrom zurückgegriffen. Anhand des Lastprofils des Haushalts ermittelt die EW Höfe den Strombedarf und leitet daraus die benötigte Grösse der Anlage ab. Bei Kälins gab es eine Indachanlage, die in den Dächern der beiden Lukarnen angebracht wurde. Eine Gesamtfläche von 35 Quadratmetern – das reicht, um das Haus und den Zweipersonenhaushalt samt Ladung des Speichers und des E-Autos im Sommerhalbjahr nahezu energieautark zu versorgen. «An sonnigen Tagen wie heute bin ich zu hundert Prozent selbstversorgt und manchmal gibt es sogar noch Überschuss, den ich ins Netz zurückspeisen kann. Im Durchschnitt wird sich meine Stromrechnung so um zwei Drittel verringern», schätzt Kälin seinen Selbstversorgungsgrad ein.

Platzsparende Kompaktlösung

Viel Platz benötigt der Energiespeicher auch nicht. Das E3DC-S10-Hauskraftwerk ist zusammen mit der dazugehörigen E-Ladestation, der E3DC-Wallbox, in Kälins Garage an der Wand platziert und bequem zugänglich. Eine Steuerungseinheit im Speicher regelt den Stromfluss zwischen den Geräten im Haushalt, der E-Ladestation, der Anlage, dem Speicher und der Einspeisung ins öffentliche Stromnetz. Aktiv steuern muss Josef Kälin eigentlich nichts – alles ist entsprechend programmiert und funktioniert einwandfrei. «Ich lade das Auto natürlich tagsüber, wenn es am meisten Strom gibt», sagt er «und wenn ich es direkt steuern möchte, kann ich dies über das Bedienfeld auf dem Speicher oder sogar über eine App auf dem Smartphone ganz einfach einstellen.» Mit seiner Entscheidung zum Energiekreislauf kann Kälin sorgenfrei in die Energiezukunft blicken und trägt über die Produktion von erneuerbarer Energie und die effiziente Steuerung erst noch an der Energiestrategie des Bundes mit.

Weitere Informationen und technische Hintergründe zum Energiekreislauf in unserem aktuellen Kundenmagazin Verbunden


 


Der Autor


Pascal Keller

Verkauf Energiedienstleistungen


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